Als Bergziege unterwegs Ende vergangenen Jahres so richtig gestartet ist, gab es vor allem eines: jede Menge Ideen. Touren wurden geplant, Wege ausprobiert, Geschichten vorbereitet. Und natürlich war da die große Frage, wie all das wohl bei den Menschen ankommen würde.

Ein paar Monate später kann ich sagen: Ausprobieren hat sich gelohnt 😊.
Denn inzwischen ist Bergziege unterwegs längst mehr als ein paar Termine in meinem Wanderkalender. Menschen kommen wieder, bringen Freunde mit, erzählen anderen von ihren Erlebnissen. Geschlossene Gruppen fragen nach eigenen Touren. Und während all das passiert, entstehen bei mir schon wieder neue Ideen dafür, wie sich unsere gemeinsamen Tage draußen gestalten lassen.
Zeit also, einmal darauf zu schauen, was sich da eigentlich gerade entwickelt.
Tour Nummer zehn 🥾
Am 2. August ging es für mich wieder ins Holzapetal. Mit 14 Wanderbegeisterten durch den sommerlich grünen Wald, entlang der Holzape und natürlich zu Straußenpapa Uwe nach Wülmersen. Und dieser Tag hatte für mich noch eine ganz besondere Bedeutung: Es war meine zehnte Tour mit Bergziege unterwegs 💚.

Das war dann doch ein Anlass, einmal nachzurechnen. Das Ergebnis hat mich selbst überrascht: Bei meinen regulär angebotenen Wanderungen waren inzwischen mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei 😍. Und natürlich produziert jede dieser Touren ihre ganz eigenen Geschichten. Manche davon ganz unspektakulär. Wenn aus einzelnen Teilnehmern unterwegs eine Gruppe wird. Wenn plötzlich überall Gespräche entstehen. Wenn sich jemand beim Überqueren der Holzape helfen lässt oder einfach gleich durchs Wasser läuft.
Genau diese kleinen Dinge machen für mich aus einer Wanderung einen gemeinsamen Tag.
Die offizielle Zahl erzählt aber nur einen Teil. Bei den mehr als 120 Teilnehmern gibt es nämlich noch eine kleine Fußnote: Individuell vereinbarte Wanderungen sind darin gar nicht enthalten 😎. Und das ist vielleicht eine gute Gelegenheit, etwas zu erzählen, das auf meiner Webseite bisher gar nicht so sehr im Vordergrund steht:
Ihr könnt mit der Bergziege auch ganz unter euch losziehen.
Neben meinen öffentlich ausgeschriebenen Touren begleite ich auch geschlossene Gruppen. Das kann ein Familienausflug oder Geburtstag sein, ein Tag mit dem Freundeskreis, ein Firmen- oder Teamevent, ein Vereinsausflug, ein Jubiläum oder beispielsweise eine Weihnachtsfeier.
Dabei gibt es nicht nur die Wahl zwischen den Touren, die ihr bereits auf meiner Webseite findet. Wenn keine davon so richtig passt, entwickeln wir eben gemeinsam etwas anderes. Vielleicht möchtet ihr weniger Kilometer laufen. Vielleicht habt ihr einen bestimmten Anlass oder eigene Vorstellungen davon, wie euer Tag aussehen soll. Dann schauen wir zusammen, was sich daraus machen lässt.

Mit Gruppen bis ungefähr 15 Personen lässt sich da so einiges auf die Beine stellen 🌞.
Ich mag diesen Gedanken sehr: Eine Bergziegen-Tour muss nicht immer von der Stange kommen. Manchmal entsteht der schönste Weg erst aus der Frage: Was würde eigentlich zu euch passen?
Das gilt übrigens genauso für mein „Ticket ins Abenteuer“. Wer einen Bergziegen-Gutschein verschenkt, muss deshalb nicht vorher wissen, welche Wanderung es einmal werden soll. Die Idee kann auch gemeinsam mit den Beschenkten entstehen.

Neue Ideen wandern mit 🌿
Nicht nur die Touren verändern sich. Auch mein eigener Bergziegen-Rucksack wird immer voller.
Als zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin bilde ich mich regelmäßig weiter. Natürlich gehört das zum Erhalt meines ZNL-Zertifikats. Für mich steckt aber noch etwas anderes dahinter: Ich möchte immer wieder neue Möglichkeiten kennenlernen, Natur nicht nur zu erklären, sondern für die Menschen, die mit mir unterwegs sind, erlebbar zu machen.

Im August war ich deshalb für eine Fortbildung in Stockstadt am Rhein. „Erlebniswelt der Blumen in der Waldpädagogik“ hieß das Seminar. Der Name beschreibt schon ziemlich gut, worum es ging.
Wir haben uns damit beschäftigt, wie Pflanzenkenntnisse auf ganz unterschiedliche Weise vermittelt werden können. Dazu gehörten eine Pflanzenexkursion ebenso wie Spiele, Aktionen, verschiedene Materialien und Ideen für kleine Erinnerungsstücke.
Besonders spannend fand ich dabei den Austausch mit Menschen, die aus ganz anderen Bereichen der Natur- und Waldpädagogik kommen. Ich war dort die einzige ZNLerin und die einzige Teilnehmerin aus Nordhessen. Entsprechend viele andere Blickwinkel gab es für mich zu entdecken.

Und manches davon ist natürlich mit nach Hause gefahren. Zum Beispiel die grundsätzliche Idee, wie etwas, das wir unterwegs entdecken, später zu einer ganz persönlichen Erinnerung an diesen Tag werden kann. Mehr verrate ich dazu noch nicht 😉.
Denn einiges möchte ich lieber irgendwann mit euch draußen ausprobieren, statt es vorher auf der Webseite zu erklären.
Was aus einer kleinen Idee werden kann
Vielleicht sind deshalb die zehn Touren für mich gar nicht der wichtigste Teil dieser kleinen Zwischenbilanz. Viel schöner finde ich, was rundherum entstanden ist.
Menschen erzählen anderen von Bergziege unterwegs. Manche kommen ein zweites Mal. Andere möchten einen ganz eigenen Tag mit ihrer Familie, Freunden oder Kollegen erleben. Und gleichzeitig kommen durch Fortbildungen und neue Begegnungen immer weitere Ideen dazu, die irgendwann ihren Weg auf meine Touren finden.
Das fühlt sich für mich nicht nach „zehn Touren geschafft“ an. Eher nach: Wir sind gerade erst richtig losgelaufen. Und wo uns die nächsten zehn Touren hinführen?
Ich bin selbst gespannt 😊.


































