Kategorie: Bergziegen-News

Hier gibt’s regelmäßig frische Neuigkeiten von meinem Bergziegen-Projekt. Wer wissen will, was sich bei bergziege-unterwegs so tut, ist hier genau richtig.

  • Von Kollegen auf Wanderwegen und einer echten Herzenswanderung 🐐💚

    Anfang Mai durfte ich eine besondere Gruppe begleiten. Nicht irgendeine Wandergruppe, sondern Kolleginnen und Kollegen aus meinem beruflichen Umfeld bei AKG, die sich bei mir zu einer eigenen Tour angemeldet hatten: Auf zum Schmetterlingssteig in geschlossener Gesellschaft 😉.

    Das war tatsächlich aufregender, als ich vorher gedacht hatte. Viele kenne ich seit Jahren. Trotzdem fühlte es sich plötzlich ganz anders an, als Bergziege unterwegs zu sein und nicht einfach nur als Kollegin. Diese Aufregung hielt allerdings nicht lange.

    Schon nach den ersten Kilometern wurde gelacht, erzählt und gemeinsam die Natur genossen. Am Schwiemelkopf gab es ein liebevoll vorbereitetes Picknick mit allem, was zu einer gelungenen Wanderpause dazugehört. Besonders schön war es zu sehen, wie selbstverständlich alle mitgemacht haben. Sogar der jüngste Teilnehmer war mit Begeisterung dabei und hatte großen Spaß an den kleinen Aktionen unterwegs.

    Als wir später wieder in Lamerden ankamen, waren alle glücklich, zufrieden und voller Fragen nach den nächsten Touren. Ich glaube, zufriedener kann eine Wanderführerin kaum nach Hause fahren 😊.


    Drei Länder in zwei Tagen – endlich unterwegs

    Noch ein wenig aufregender wurde es am letzten Maiwochenende. Denn da stand meine erste Wanderung mit Übernachtung auf dem Programm: „Drei Länder in zwei Tagen“.

    Diese Tour ist für mich etwas ganz Besonderes. Über viele Monate habe ich Wege erkundet, Strecken kombiniert, Ideen gesammelt und immer wieder überlegt, wie daraus ein echtes Wandererlebnis entstehen kann. Und dann war er plötzlich da: unser Starttag 😍.

    Mit einer Gruppe von insgesamt zehn Wanderfrauen ging es los. Einige bekannte Gesichter waren dabei, andere lernte ich zum ersten Mal kennen. Doch schon nach kurzer Zeit war klar: Das passt. Es wurde gelacht, erzählt und schon die ersten Kilometer fühlten sich eher nach einem gemeinsamen Ausflug mit Freunden an als nach einer Gruppe, die sich teilweise erst wenige Minuten kannte.

    Unterwegs gab es natürlich auch die verdiente Einkehr mit Kaffee, Kuchen und guten Gesprächen. Ein besonderer Moment war für mich die Übergabe der kleinen Finisher-Anhänger, die ich für diese Tour vorbereitet hatte. Die Freude darüber war groß und die Anhänger fanden sofort ihren Platz an den Rucksäcken.

    Am Nachmittag erreichten wir die Jugendherberge Helmarshausen, unser Zuhause für eine Nacht. Nach einem gemeinsamen Essen klang der Tag entspannt auf der Terrasse aus. Viel länger als nötig hielt es allerdings niemanden wach. Die vielen Kilometer und Höhenmeter steckten schließlich in den Beinen 😊.

    Wetterkapriolen inklusive

    Am nächsten Morgen wartete dann die zweite Etappe. Und die hatte wettertechnisch einiges mit uns vor 🌧️😊. Regenjacken an, Ponchos raus und los. Zeitweise waren wir pitschnass unterwegs. Dann wieder zeigte sich die Sonne, als wäre nichts gewesen. Sogar die Überfahrt mit der historischen Weserfähre wurde zu einem kleinen Abenteuer zwischen Regenwolken und Wetterwechsel. Zwei Länder, zwei Wetterlagen 🌞⛈️.

    Wir haben gelacht, uns gegenseitig motiviert und einfach das Beste daraus gemacht.

    Als später Gewitter, Starkregen und Hagel aufzogen, musste ich schließlich eine Entscheidung treffen. Die Sicherheit geht immer vor. Deshalb haben wir die Tour in Deisel vorzeitig beendet. Natürlich waren wir im ersten Moment alle ein wenig traurig. Heute weiß ich: Es war genau die richtige Entscheidung.

    Aber wir hatten ja auch schon viel von dem erlebt, was diese Tour ausmacht. Zauberhafte, gemeinsame Wege. Drei Länder. Gute Gespräche. Neue Bekanntschaften. Zwei Tage mit vielen schönen Erinnerungen.

    Und vielleicht ist das sogar das schönste Fazit dieser ersten Mehrtagestour: Niemand spricht heute über die fehlenden letzten Kilometer. Alle sprechen über das gemeinsame Erlebnis.

    Und ich? Ich bin unglaublich glücklich.

    Glücklich über diese tolle Gruppe.
    Glücklich über die vielen schönen Begegnungen.
    Und glücklich darüber, dass aus einer Idee, die vor vielen Monaten entstanden ist, nun eine echte Herzenswanderung geworden ist.

    Eines steht jedenfalls schon fest: „Drei Länder in zwei Tagen“ wird wiederkommen. Und ich freue mich jetzt schon darauf 😊🐐💚

    Bleibt neugierig.

  • Frühling, Feierabendtour und ein erster Blick in den Herbst 🌿🐐

    Manchmal gibt es diese Phasen, da passiert einfach viel auf einmal. Zwei Touren kurz hintereinander, ganz unterschiedliche Stimmungen und zwischendurch entstehen schon wieder neue Ideen. Genau so fühlt sich der Start in den Mai gerade an 😊.


    Holzapetal bei Sonne satt ☀️

    Am 18. April ging es wieder ins Holzapetal: „Wald, Weg und Wanderherz“. Und diesmal konnten wir endlich genau so starten, wie man sich das im Frühling wünscht: kurze Hose, T-Shirt, Sonne im Gesicht.

    Mit acht Teilnehmern waren wir in einer etwas kleineren Gruppe unterwegs. Fast schon ein bisschen familiär und ein entspannter Wandertag. Zur Halbzeit haben wir einen Stopp in der Mehlschwalbe in Wülmersen eingelegt. Kaffee, Kuchen, einmal durchatmen und einfach genießen ☕🍰.

    Danach ging es weiter zu einem inzwischen schon festen Programmpunkt: zur Straußenfarm. Uwe, unser „Straußenpapa“, hat sich wieder Zeit für uns genommen und man merkt einfach jedes Mal, wie sehr er sich freut, wenn wir vorbeikommen.

    Und für viele war es wieder eine kleine Überraschung: dass es so etwas hier bei uns überhaupt gibt. Große Tiere, staunende Gesichter und zwischendurch ein bisschen „vorbeigestraußeneiert“ 😂.

    Der Rückweg zum Startpunkt lief dann wie von selbst. Sonne, Gespräche, gute Stimmung.

    Und ich?
    War wieder genau da, wo ich sein will.


    After Work unterwegs: „Wandern in den Mai“ 🌼

    Gestern, am 30. April, stand schon die nächste Tour an: „Wo wohnt der Ameisenbläuling?“. Diesmal sind wir erst um 17 Uhr gestartet. Eine echte Feierabendrunde. Und irgendwie hatte das Ganze auch etwas von „Wandern in den Mai“.

    Das Wetter? Bilderbuch. Blauer Himmel, blühender Raps in leuchtendem Gelb, frisches Grün im Wald. Diese Kontraste, dieses Licht 😍 einfach ein Traum.

    Die Tour war richtig gut gebucht, sogar ein bisschen mehr als ausgebucht. Und die Stimmung in der Gruppe war entsprechend lebendig. Inhaltlich ging es natürlich um unseren kleinen Star: den Ameisenbläuling 🦋. Gesehen haben wir ihn noch nicht. Dafür ist es einfach noch zu früh im Jahr. Aber wir waren genau dort unterwegs, wo er lebt. Ich habe Bilder gezeigt, erklärt, erzählt und man hat gemerkt, wie neugierig alle waren. Also nicht nur schön, sondern auch wieder ein bisschen lehrreich 😊. Am Ende gab es für alle ein kleines Schnäpschen. Ganz bergmäßig, wie man es aus den Alpen kennt. Wenn die Etappe geschafft ist, wird angestoßen.

    Was ich allerdings auch gemerkt habe: Die rund 300 Höhenmeter insgesamt haben den einen oder die andere schon gefordert. Nicht extrem sportlich, aber eben auch kein reiner Spaziergang.

    Und genau daraus ist eine neue Idee entstanden:


    Neu: der Bergziegentacho 🐐

    Ich habe mir gedacht, es wäre hilfreich, wenn man vor der Tour noch besser einschätzen kann, was einen erwartet. Deshalb wird es künftig bei den Touren einen „Bergziegentacho“ geben.

    Ganz einfach und übersichtlich:

    So bekommt jeder direkt ein Gefühl dafür, wie anspruchsvoll eine Tour ist. Und kann besser entscheiden, wie gut das passt 😊.

    Wird noch ein paar Tage dauern, baue ich dann aber in jede Tour ein.

    Und im Herbst wird’s… lecker 🍂

    Während draußen alles grünt und blüht, geht der Blick tatsächlich schon ein Stück weiter nach vorn. Denn im Herbst wartet etwas Neues: „Lecker Herbst – Wandern & Schlemmen im Herbstzauber“

    Diese Tour entsteht in Zusammenarbeit mit dem Gasthaus Brandner in Trendelburg.

    Die Idee:
    Erst gemeinsam unterwegs sein. Eine Wanderung rund um Trendelburg, unter anderem zum „Trockenen“ und „Nassen Wolkenbruch“, vorbei an besonderen Orten und mit Zeit für Natur und Ausblicke.

    Und danach? Einkehren. Zusammensitzen. Genießen.

    Die Tour ist bereits online und kann schon gebucht werden.
    Es gibt drei Termine: September, Oktober und November.

    Ich freue mich jetzt schon darauf 😊.


    Und jetzt?

    Jetzt ist erstmal Frühling.
    Jetzt sind erstmal Wege, die wieder lebendig werden.
    Jetzt sind Menschen, die raus wollen.

    Und ich mittendrin.

    Bleibt neugierig 🌿🐐💚

  • Frühlingserwachen. Meine dritte Diemeltal-Tour.

    Was für ein Tag! ☀️

    Unsere dritte gemeinsame Wanderung durchs Diemeltal. Nach der stimmungsvollen Weihnachtstour und der winterlichen Schneerunde im Januar stand die Tour dieses Mal ganz im Zeichen des Frühlingsanfangs. Und man kann es nicht anders sagen: Die Natur hat pünktlich abgeliefert!

    Schon nach den ersten Metern lag dieses besondere Gefühl in der Luft. Die Sonne wärmte das Gesicht, die Landschaft erwachte langsam. Und überall gab es etwas zu entdecken. Die ersten Schmetterlinge flatterten durch die Wiesen, als wollten sie uns persönlich begrüßen. Auch die Frühblüher ließen sich nicht lange bitten: zarte Veilchen, Bärlauch, Lerchensporn, die ersten Buschwindröschen und viele kleine Farbtupfer, die zeigen: der Frühling ist da. 🌸

    Aber nicht nur die Natur hat gestrahlt ☺️. Auch die Gruppe war einfach großartig. So viel gute Laune, so viel Lachen, so viel Leichtigkeit. Es war harmonisch, lebendig und einfach schön zu sehen, wie aus einer Gruppe Menschen für ein paar Stunden eine kleine Gemeinschaft wird. Die kleinen Spiele unterwegs haben ihr Übriges getan. Locker, verbindend und mit ganz viel Spaß.

    Ein echtes Highlight wartete dann wie immer am Ende: das liebevoll vorbereitete Picknick aus dem „Kofferraum-Café“ 🚙🧺: selbstgemachter Eierlikörkuchen, kleine Osterhasen als süße Vorfreude auf die kommenden Feiertage, leckere Dips mit Crackern – und natürlich frisches Bärlauchpesto. Ein perfekter Abschluss für eine rundum gelungene Tour.

    Und ich?

    Ich hatte – wie jedes Mal – dieses leichte Kribbeln im Bauch am Anfang. Die Aufregung, ob alles klappt, ob es den Leuten gefällt. Und dann dieser Moment, wenn alles ins Fließen kommt und man einfach merkt: Genau das ist es. Genau mein Ding 🐐.

    Ich bin einfach unglaublich dankbar. Für diese Tage, für die Menschen, die dabei sind und für die Unterstützung meiner drei Männer, die mich immer wieder bestärken, diesen Weg zu gehen 💚.

  • Pressetermin mit zwei Bürgermeistern

    Am Montag in dieser Woche stand etwas auf meinem Programm, das man als Bergziege auch nicht alle Tage erlebt: ein Pressetermin. Und zwar zum Start des neuen Naturerlebnisprogramms im Naturpark Reinhardswald 🌳.

    Mit dabei waren unter anderem Torben Busse, Bürgermeister von Hofgeismar und stellvertretender Vorsitzender des Naturparks Reinhardswald, sowie Manuel Zeich, Bürgermeister von Trendelburg und Vorstand Naturpark Reinhardswald e. V. Für meine Wanderungen rund um Diemeltal und Holzapetal also genau die richtigen Ansprechpartner 😊.

    Saisonstart Naturerlebnisprogramm 2026

    Vorgestellt wurde das Naturerlebnisprogramm für 2026 mit über 170 Veranstaltungen, von Wanderungen über Naturführungen bis zu Familienangeboten. Bergziegen Touren inklusive 🐐💚. Viele zertifizierte Natur und Landschaftsführerinnen und -führer sind daran beteiligt und seit meiner Ausbildung im letzten Jahr gehöre ich nun auch dazu.

    Für mich sind das immer noch besondere Momente. Denn hinter diesem Programm steckt genau das, was ich so gerne mache: Menschen draußen unterwegs begleiten, Geschichten über Landschaft und Natur erzählen und gemeinsam entdecken, wie schön unsere Region ist.

    Der Pressetermin war also ein bisschen offizieller als eine Wanderung im Reinhardswald. Aber am Ende ging es um dasselbe wie bei jeder Tour: rausgehen, die Natur erleben und den Blick für das Besondere schärfen.

    Oder, ganz bergziegenmäßig gesagt: Der Reinhardswald hat viele Wege. Und wir gehen einfach los 💚.

  • Frühjahrs-Ausstellung Kassel: Bergziege trifft Messehalle

    Zurzeit läuft auf dem Kasseler Messegelände die Frühjahrs-Ausstellung (noch bis zum 8. März) und wer dort unterwegs ist, merkt schnell: Hier trifft man sich zum Stöbern, Informieren und Pläne schmieden. Zwischen Haus, Freizeit und allem, was den Frühling einläutet, ist auch der Naturpark Reinhardswald mit einem Stand vertreten und genau dort durfte ich am Montag einen ganzen Tag lang mit anpacken.

    Für mich war das eine spannende Mischung aus „Naturpark erklären“ und „Menschen neugierig machen“. Viele kamen mit ganz konkreten Fragen: Wo kann man gut wandern, welche Runde lohnt sich gerade jetzt, was ist auch mit Kindern machbar und wo gibt es die schönsten Wege, ohne dass es gleich eine Expedition wird. Über den Tag verteilt waren es mehr als 160 Besucher.

    Esther auf dem Messestand des Naturpark Reinhardswald

    Neben den Klassiker-Themen rund um den Reinhardswald ging es bei mir auffällig oft um zwei Gegenden, die ich sehr gern nach vorne schiebe: Diemeltal und Holzapetal. Dafür hing am Stand auch ein kleines Plakat, das im Grunde eine Frage stellt, die man viel zu selten laut ausspricht: „Weißt du eigentlich, wie schön es dort ist?“
    Spoiler: Viele wussten es nicht. Noch nicht 😉🐐. Aber nach ein paar Tipps, Bergziegen-Beratung, etwas Kartenmaterial und ein paar echten Tourenideen hatte ich das Gefühl, dass sich da bei einigen direkt neue Ziele im Kopf festgesetzt haben.

    Und so wurde aus mancher Frage nach dem Naturpark ziemlich schnell ein Austausch über Wanderlust, Lieblingswege und geführte Touren.

    Bergziege unterwegs auf der Frühjahrs-Ausstellung in Kassel

    Unterm Strich war es ein richtig guter Tag: viele Begegnungen, viele freundliche Gespräche und ganz viel Lust auf draußen. Wer die Frühjahrs-Ausstellung noch besuchen möchte: Der Naturpark Reinhardswald freut sich in Kassel über Besuch. Und die Bergziege sowieso 🐐🌿💚.

  • Bergziege, Bachlauf und Biberrutsche – Premiere im Holzapetal

    Gestern um 9:30 Uhr standen wir am Wanderparkplatz Keßpfuhl. Ein bisschen gespannt. Ein bisschen vorsichtig optimistisch. Denn die Wetter-App hatte die ganze Woche eher Drama angekündigt als Wanderfreude 🌧️.

    Und was war? Fast trocken. Nur ein kurzer zehnminütiger Regenschauer, einmal Regenjacke an. Und danach sogar ein Hauch Sonne im zweiten Teil der Strecke. Der Wettergott hatte offenbar Lust auf Holzapetal. Die Premiere der Tour konnte beginnen.

    Wald. Weg. Holzape.

    Diese Tour ist anders als meine Diemeltal-Erlebnistouren. Kein „Wer bin ich?“, keine Spiele, keine kreativen Aktionen unterwegs. Diesmal stand das Wandern im Mittelpunkt. Gehen. Schauen. Erzählen.

    Ich habe von der Holzape berichtet, vom Naturschutzgebiet, von den Tieren, die hier leben. Vom Biber, dessen Spuren wir an mehreren Stellen entdecken konnten. Gefällte Stämme, Dämme, und – für viele neu – eine echte Biberrutsche. Ja, die gibt es wirklich 🦫! Eine kleine Rinne im Uferbereich, wo der Biber regelmäßig vom Feld ins Wasser gleitet. Das sorgte für große Augen und viel Gesprächsstoff.

    Den Biber selbst haben wir leider nicht gesehen. Mit 17 Personen im Wald und lebhaften Gesprächen wäre das auch eher unwahrscheinlich gewesen. Und im Naturschutzgebiet bleiben wir selbstverständlich auf den Wegen.

    Highlight mit langen Hälsen

    Etwa auf halber Strecke wartete das große Staunen: die Straußenfarm in Wülmersen.

    Für 15 der 17 Teilnehmer war es der erste Besuch dort. Entsprechend groß war das „Oh!“ und „Ah!“, als die Tiere vor uns standen. Eindrucksvoll, neugierig, ein bisschen exotisch mitten im Reinhardswald.

    Uwe, der Besitzer der Farm, hat sich Zeit für uns genommen und uns in rund 30 Minuten spannende Einblicke gegeben. Es hat alles wunderbar geklappt. Genau so, wie wir es vorher abgesprochen hatten.

    Ein besonderer Kontrast zur ruhigen Waldwanderung und gleichzeitig eine Bereicherung für den Tag.

    Ein bisschen Abenteuer

    Im zweiten Teil wurde es dann noch einmal spannend. Beim Hochwasser 2024 wurde die Beckerbrücke über die Holzape weggerissen. Stattdessen liegen nun große Trittsteine im Bachlauf. Also hieß es: Bachüberquerung.

    Nicht dramatisch. Aber mit Respekt. Der eine oder die andere hat kurz gezögert. Doch genau hier zeigte sich wieder, was gemeinsames Unterwegssein ausmacht: helfen, Hand reichen, ermutigen. Am Ende standen alle trockenen Fußes auf der anderen Seite. Fast wie ein kleines Survival-Training 😂.

    Und sonst?

    Was ich immer wieder merke: Genau das ist mein Ding. 17 Menschen durch den Wald zu führen, Natur erklären, gemeinsam unterwegs sein, beobachten, lachen, staunen. Das erfüllt mich jedes Mal. Auch diese Premiere war für mich rund, lebendig und einfach richtig schön.

    Und weil die Nachfrage so groß war und nicht alle einen Platz bekommen haben: Ja, diese Tour wird es wieder geben. Vielleicht im Sommer, wenn alles grün ist und die Holzape unter einem Blätterdach verschwindet. Vielleicht mit ganz anderem Licht. Ganz anderer Stimmung.

    Aber ganz sicher wieder mit Wanderherz 💚🐐

  • Wenn Wege größer werden – und die Vorfreude gleich mit

    In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie viel Freude mir das Entwickeln neuer Touren macht. Strecken zusammensetzen, Wege ausprobieren, Ideen sortieren und langsam spüren, wie daraus etwas „wunderbares Wanderbares“ entsteht. Und dann kommen Rückmeldungen. Fragen. Anmeldungen. Menschen, die Lust haben, genau diese Wege mitzugehen. Das fühlt sich gerade richtig gut an.

    Drei Länder in zwei Tagen – eine neue Dimension

    Nach den ersten Touren, die gut an einem Tag zu bewandern sind, ist in mir die Idee gewachsen, noch einmal anders zu denken. Weiter. Größer. Mit mehr Zeit. So ist die Idee zur Tour „Drei Länder in zwei Tagen“ entstanden.

    Zum ersten Mal geht es über zwei Tage hinweg, mit Übernachtung und allem, was dazugehört. Nicht, um möglichst viel Strecke zu machen, sondern um dem Unterwegssein mehr Raum zu geben. Für Gespräche, Pausen, Eindrücke, für müde Beine am Abend und das Wiederaufbrechen am nächsten Morgen. Eine Tour, die bewusst eine neue Dimension öffnet.

    Drei Länder in zwei Tagen“ ist seit ein paar Tagen online. Und tatsächlich sind bereits die ersten Anmeldungen eingegangen 🤩💚. Das freut mich riesig, denn diese Tour ist anders als das, was bisher da war. Ein bisschen außergewöhnlicher, ein bisschen abenteuerlicher. Und genau das war die Idee dahinter.

    Ausgebucht – ein schönes Zeichen

    Dass die Touren insgesamt gut angenommen werden, zeigt sich auch an anderer Stelle: Die Holzapetal-Tour am 21. Februar ist auch schon ausgebucht. Ich freue mich sehr, dass das Konzept trägt und die Idee aufgeht. Dass ruhige Wege, bewusstes Gehen und gemeinsames Unterwegssein genau das sind, wonach viele suchen. Danke für euer Vertrauen 💚.

    Wenn im Hintergrund alles rund läuft

    Was ich gerade ebenfalls sehr zu schätzen weiß: dass im Hintergrund alles zuverlässig funktioniert. Anmeldung, Buchung, Überblick behalten. Dinge, von denen ich am Anfang dachte, sie würden erst später eine größere Rolle spielen. Jetzt merke ich: Gut, dass sie schon da sind. Ein Gruß geht raus an meinen Steinbock-Admin 😘, der früh gesagt hat: „Das bauen wir lieber gleich ordentlich.“ Recht gehabt 😄.

    So bleibt der Kopf frei für das, worum es mir eigentlich geht: die Wege, die Menschen und das Draußensein 🍀.

    Und jetzt?

    Jetzt bin ich vor allem gespannt. Auf die kommenden Touren, auf neue Gruppen, auf weitere Ideen. Das Ganze entwickelt sich gerade lebendig, stimmig und angenehm fordernd. Im besten Sinne.

    Bleibt neugierig 🌿🐐

  • Neujahr im Diemeltal – der Schmetterlingssteig im Winterkleid

    Manche Wege verändern ihr Gesicht mit den Jahreszeiten. Und manchmal fühlt es sich an, als würde man eine vertraute Strecke ganz neu entdecken.

    Heute fand die zweite Bergziegen-Tour statt: Neujahr im Diemeltal auf dem Schmetterlingssteig. Die Strecke war dieselbe wie im Dezember. Und doch war alles anders. Schnee, Sonne und klare Winterluft haben dem Weg eine ganz eigene Stimmung geschenkt ❄️☀️.

    Kaiserwetter und Vorfreude

    Wir sind bei echtem Kaiserwetter gestartet. Blauer Himmel, glitzernder Schnee und eine Wandergruppe, die sich sichtlich auf den Tag gefreut hat 😊. Mit 14 Teilnehmern sind wir um 12:00 Uhr in Lamerden gestartet.

    Für mich war es wieder aufregend. Aber diesmal überwog ganz klar die Vorfreude. Die Lust, draußen zu sein, gemeinsam unterwegs zu sein und den Winter auf diesem besonderen Weg zu erleben. Meinen Wandergästen diese Umgebung in winterlicher Klarheit zu zeigen und sich gemeinsam davon verzaubern zu lassen.

    Winter verändert den Blick

    Der Schmetterlingssteig zeigt sich nämlich im Winter von einer ganz eigenen Seite. Alles wirkt ruhiger, klarer und konzentrierter. Der Schnee dämpft die Geräusche, das Licht ist zugleich härter und weicher. Man schaut genauer hin und setzt jeden Schritt bewusster 👣.

    Das Laufen war an einigen Stellen anspruchsvoller und verlangte Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksicht. Genau das hat die Gruppe noch näher zusammengebracht. Diese Mischung aus Achtsamkeit, Bewegung und gemeinsamer Erfahrung war deutlich spürbar.

    Lachen, Lauschen und Erzählen

    Auch diesmal wurde unterwegs gespielt, gelauscht und erzählt. Schon beim Wer-bin-ich-Spiel wurde viel gelacht 😄 und spätestens bei der Hörübung mit den kleinen Filmdosen entstand wieder dieses lebendige, wuselige Miteinander, das ich so liebe.

    Später, als Fotografien auf dem Boden lagen und jeder sich ein Bild aussuchen durfte, entstanden kleine persönliche Geschichten. Unterschiedliche Blickwinkel, kurze Gedanken, manchmal überraschend, manchmal berührend. Genau diese Momente machen jede Gruppe einzigartig.

    Sonne, Schnee und eine gemeinsame Pause

    Am Schwiemelkopf angekommen, erwartete uns ein wundervolles Winterpanorama: Sonne über dem Diemeltal, glitzernder Schnee und ein weiter Blick in die Landschaft ✨. Zeit für eine Brotzeit, für Gespräche und gemeinsames Lachen.

    Auf dem weiteren Weg durfte auch die Geschichte vom Ameisenbläuling nicht fehlen. Ein kleines Beispiel dafür, wie eng in der Natur alles miteinander verbunden ist und wie viel Vielfalt es direkt vor unserer Haustür gibt 🦋.

    Ein warmer Abschluss

    Unten am Fahrradweg wartete zum Abschluss noch einmal eine kleine Stärkung mit heißen Getränken und etwas Süßem ☕🍪. Ein Glückskäfer und ein Glücksschweinchen begleiteten die Wünsche fürs neue Jahr.

    Beim Abschlussspiel wurde noch einmal gemeinsam zurückgeblickt, gelacht und gestaunt. Der Rückweg nach Lamerden war geprägt von glatten Stellen 🧊, Gesprächen, Erinnerungen und diesem guten Gefühl, gemeinsam etwas so schönes erlebt zu haben.

    Lust auf mehr

    Diese zweite Tour hat mir erneut gezeigt, wie unterschiedlich ein Weg sein kann und wie sehr der Winter ihm eine eigene Tiefe verleiht. Die Offenheit der Gruppe, die Freude am Mitmachen und die besondere Atmosphäre dieses Tages bleiben. Vielen Dank an meine lieben Teilnehmer von heute 💚!

    Und ja: Die Ideen für weitere Touren sind längst da. Es wird also weitergehen.

    Bleibt neugierig.

  • Worte am Wegesrand bekommen ihren Platz

    Nach der ersten Tour und den ersten Rückmeldungen ist mir etwas aufgefallen: Es gibt diese kleinen Sätze, Gedanken und Eindrücke, die ich nicht gleich wieder verlieren möchte. Ein paar davon haben mich erreicht und zwischendurch kam auch die Frage auf, ob es dafür nicht einen festen Platz geben könnte.

    Den gibt es jetzt: Worte am Wegesrand, mein Gästebuch auf Bergziege unterwegs.

    Dort kannst du Eindrücke nach einer Tour, ein paar persönliche Zeilen oder einfach einen Gedanken dalassen. Die Einträge erscheinen vorsichtshalber nicht automatisch, sondern werden erst gelesen und dann freigegeben. So bleibt das Gästebuch ein angenehmer, wertschätzender Ort und wird kein Sammelbecken für Spam, Trolle oder sonstige Netz-Spacken 😛.

    Parallel geht es natürlich auch draußen weiter: Für die Neujahrstour sind bereits erste Anmeldungen eingegangen. Außerdem bin ich gerade dabei, die Diemeltal-Touren für das kommende Jahr zu veröffentlichen, Termine inklusive. Den nächsten Newsletter habe ich auch schon fast fertig getippt. Kommt in Kürze.

    Schreib mir gern ein paar Worte ins Gästebuch, ich freu mich 😊

  • Winterzauber im Diemeltal – meine erste Tour und ein Tag, der bleibt

    Manchmal fühlt sich etwas genau so an, wie man es sich erhofft hat. Und manchmal sogar noch ein bisschen besser.

    Heute, am 14. Dezember 2025, durfte ich meine erste eigene Tour in Nordhessen führen: „Winterzauber im Diemeltal – Schmetterlingssteig als Schatzkammer der Natur“. Eine Tour, die mich schon lange begleitet hat. Zuerst als Idee, dann als Teil meiner Abschlussarbeit zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin und nun endlich ganz real, mit einer wunderbaren Gruppe draußen im Winterlicht.

    Aufregung, Vorfreude und ein voller Startpunkt

    Ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt. Trotz guter Vorbereitung, Karteikarten und vieler Gedanken im Vorfeld. Gleichzeitig war da eine große Vorfreude. Um 11 Uhr trafen wir uns in Lamerden an der Dreschhalle beim Sportplatz. Die Tour war ausgebucht und zusätzlich waren noch drei Gäste aus der Familie dabei. Ein Start, der sich für mich sooooo gut angefühlt hat.

    Nach einer kurzen Begrüßung, Infos zur Strecke und einem augenzwinkernden Hinweis auf unsere „Höhenmeter-Herausforderung“ 😉 ging es los. Zunächst eine kleine Runde durchs Dorf, bevor wir Richtung Schwiemelkopf aufbrachen.

    Unterwegs auf dem Schmetterlingssteig

    Schon früh auf der Strecke wurde klar: Die Gruppe hatte Lust, sich einzulassen. Beim ersten kleinen Spiel „Wer bin ich?“ wurde gelacht, geraten und das Eis war schnell gebrochen.

    Auf dem Weg erzählte ich von der Entstehung des Schmetterlingssteigs, von der Idee dahinter und von Menschen wie Christiane Sasse, die diesen Weg mit viel Herzblut mitentwickelt haben. Auch Geschichten zur Landschaft, zum Diemeltal, zum Kalkbergwerk und zu den besonderen Buchenwäldern auf Kalkmagerboden fanden ihren Platz und sorgten für einige überraschte Gesichter.

    Ein besonders schöner Moment war die Sinnesübung zum Hören, bei der alle ganz bewusst innehielten. Diese kleinen stillen Augenblicke gehören für mich genauso zur Natur wie die weiten Ausblicke.

    Kreative Pausen, Aussicht und kleine Botschaften

    Am Schwiemelkopf angekommen, mit Blick in die winterliche Landschaft, war Zeit für eine Pause. Für Gespräche, Plätzchen, warmen Tee und für eine kleine kreative Aktion.

    Jede und jeder durfte sich einen Stein aussuchen und ihm eine Botschaft mitgeben: für sich selbst, für die Natur oder für einen anderen Menschen. Manche Steine blieben als kleine Zeichen am Weg liegen, andere wurden mitgenommen oder verschenkt. Ganz still, ganz persönlich.

    Auf dem Rückweg durch den Wald erzählte ich noch die Geschichte vom Ameisenbläuling, als wir an einem Ameisenhaufen vorbeikamen. Ein schönes Beispiel dafür, wie eng in der Natur alles miteinander verbunden ist.

    Ein runder Abschluss mit Wärme und Dankbarkeit

    Am Fahrradweg bei der Ostheimer Brücke wartete das letzte Spiel: ein kleines Quiz zum Ökosystem im Diemeltal, bei dem noch einmal vieles zusammenkam, was wir unterwegs erlebt und gehört hatten. Alle haben mit Bravour bestanden 😉 und vor allem mit viel Freude.

    Zum Abschluss gab es einen kleinen Umtrunk mit Glühwein, Kinderpunsch, Plätzchen, Dominosteinen und Weihnachtsmusik. Von dort ging es entspannt zurück nach Lamerden – mit vielen Gesprächen, Lachen und diesem Gefühl, dass etwas sehr Stimmiges entstanden ist.

    Danke – und Vorfreude auf das, was kommt

    Diese Tour war genau so, wie ich sie mir erhofft hatte. Die Offenheit der Gruppe, das Mitmachen und die Freude an den kleinen Momenten draußen haben mich sehr berührt.

    Mein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben, an meine Familie, an Migo, Tom, Ben und Lea fürs Dabeisein, Fotografieren und Mittragen. Und an alle, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

    Ich freue mich nun sehr auf alles, was auf „meinem Weg“ noch so kommt: auf viele weitere gemeinsame Wege durch die Natur.