Winterzauber im Diemeltal – meine erste Tour und ein Tag, der bleibt

Manchmal fühlt sich etwas genau so an, wie man es sich erhofft hat. Und manchmal sogar noch ein bisschen besser.

Heute, am 14. Dezember 2025, durfte ich meine erste eigene Tour in Nordhessen führen: „Winterzauber im Diemeltal – Schmetterlingssteig als Schatzkammer der Natur“. Eine Tour, die mich schon lange begleitet hat. Zuerst als Idee, dann als Teil meiner Abschlussarbeit zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin und nun endlich ganz real, mit einer wunderbaren Gruppe draußen im Winterlicht.

Aufregung, Vorfreude und ein voller Startpunkt

Ich war ehrlich gesagt ziemlich aufgeregt. Trotz guter Vorbereitung, Karteikarten und vieler Gedanken im Vorfeld. Gleichzeitig war da eine große Vorfreude. Um 11 Uhr trafen wir uns in Lamerden an der Dreschhalle beim Sportplatz. Die Tour war ausgebucht und zusätzlich waren noch drei Gäste aus der Familie dabei. Ein Start, der sich für mich sooooo gut angefühlt hat.

Nach einer kurzen Begrüßung, Infos zur Strecke und einem augenzwinkernden Hinweis auf unsere „Höhenmeter-Herausforderung“ 😉 ging es los. Zunächst eine kleine Runde durchs Dorf, bevor wir Richtung Schwiemelkopf aufbrachen.

Unterwegs auf dem Schmetterlingssteig

Schon früh auf der Strecke wurde klar: Die Gruppe hatte Lust, sich einzulassen. Beim ersten kleinen Spiel „Wer bin ich?“ wurde gelacht, geraten und das Eis war schnell gebrochen.

Auf dem Weg erzählte ich von der Entstehung des Schmetterlingssteigs, von der Idee dahinter und von Menschen wie Christiane Sasse, die diesen Weg mit viel Herzblut mitentwickelt haben. Auch Geschichten zur Landschaft, zum Diemeltal, zum Kalkbergwerk und zu den besonderen Buchenwäldern auf Kalkmagerboden fanden ihren Platz und sorgten für einige überraschte Gesichter.

Ein besonders schöner Moment war die Sinnesübung zum Hören, bei der alle ganz bewusst innehielten. Diese kleinen stillen Augenblicke gehören für mich genauso zur Natur wie die weiten Ausblicke.

Kreative Pausen, Aussicht und kleine Botschaften

Am Schwiemelkopf angekommen, mit Blick in die winterliche Landschaft, war Zeit für eine Pause. Für Gespräche, Plätzchen, warmen Tee und für eine kleine kreative Aktion.

Jede und jeder durfte sich einen Stein aussuchen und ihm eine Botschaft mitgeben: für sich selbst, für die Natur oder für einen anderen Menschen. Manche Steine blieben als kleine Zeichen am Weg liegen, andere wurden mitgenommen oder verschenkt. Ganz still, ganz persönlich.

Auf dem Rückweg durch den Wald erzählte ich noch die Geschichte vom Ameisenbläuling, als wir an einem Ameisenhaufen vorbeikamen. Ein schönes Beispiel dafür, wie eng in der Natur alles miteinander verbunden ist.

Ein runder Abschluss mit Wärme und Dankbarkeit

Am Fahrradweg bei der Ostheimer Brücke wartete das letzte Spiel: ein kleines Quiz zum Ökosystem im Diemeltal, bei dem noch einmal vieles zusammenkam, was wir unterwegs erlebt und gehört hatten. Alle haben mit Bravour bestanden 😉 und vor allem mit viel Freude.

Zum Abschluss gab es einen kleinen Umtrunk mit Glühwein, Kinderpunsch, Plätzchen, Dominosteinen und Weihnachtsmusik. Von dort ging es entspannt zurück nach Lamerden – mit vielen Gesprächen, Lachen und diesem Gefühl, dass etwas sehr Stimmiges entstanden ist.

Danke – und Vorfreude auf das, was kommt

Diese Tour war genau so, wie ich sie mir erhofft hatte. Die Offenheit der Gruppe, das Mitmachen und die Freude an den kleinen Momenten draußen haben mich sehr berührt.

Mein herzliches Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben, an meine Familie, an Migo, Tom, Ben und Lea fürs Dabeisein, Fotografieren und Mittragen. Und an alle, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Ich freue mich nun sehr auf alles, was auf „meinem Weg“ noch so kommt: auf viele weitere gemeinsame Wege durch die Natur.